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Ein Zeichen der Solidarität

Erstellt von Gemeindereferentin Petra Benz | |   Top 3

Ökumenisches Glockenläuten täglich um 19.30 Uhr!

Zeichen der Solidarität in dieser herausfordernden Zeit gibt es mittlerweile viele:

  • In vielen Städten stehen abends Menschen am Fenster oder auf dem Balkon und applaudieren all jenen zu, die sich unermüdlich in Krankenhäusern und Hilfseinrichtungen, in Supermärkten und all den „systemrelevanten“ Bereichen für uns einsetzen.
  • Bei manchen ist es schon zur Gewohnheit geworden, abends eine Kerze ins Fenster zu stellen und so auszudrücken, dass man „danke“ sagen möchte und im Gebet sich mit anderen verbindet.
  • Musikalische Menschen haben in der vergangenen Woche die Europahymne zeitgleich an verschiedenen Orten unseres Kontinents gespielt …

Solidarität ist in diesen Tagen zu einem der wichtigsten Schlagworte geworden.
Sie beginnt damit, dass wir so weit es geht zu Hause bleiben, um nicht nur uns selbst, sondern vor allem andere, die zu den Risikogruppen gehören, zu schützen, geht weiter in den vielen kleinen Gesten des Alltags, die sich hier und da entwickeln und ereignen. Und sie schließt die ökumenische Aktion der Evangelischen Landeskirche der Pfalz und des Bistums Speyer ein, die auffordert, täglich um 19.30 Uhr die Glocken unserer Kirchen zu läuten.

Generalvikar Andreas Sturm schreibt:
„Wir rufen dazu auf, dass ab heute, Donnerstag, den 26. März, in allen Kirchen in der Pfalz und im Saarpfalzkreis abends um 19.30 Uhr die Kirchenglocken läuten. Die Gläubigen sind auf diese Weise eingeladen, einen Moment innezuhalten und sich im Gebet mit den Kranken und den Helfern der aktuellen Krise zu verbinden. Die Gläubigen können beispielsweise ein „Vater unser“ beten oder das ökumenische Gebet sprechen, das Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann und Kirchenpräsident Dr. h.c. Christian Schad entworfen haben (siehe Text im Anhang). Möglich ist auch, einfach einen Moment in Stille zu verharren und an die Menschen zu denken, die einem lieb sind, die krank sind oder die in dieser schwierigen Zeit in Krankenhäusern arbeiten. Alle sind eingeladen, in dieser Zeit des Glockenläutens und des gemeinsamen Gebets eine Kerze ins Fenster zu stellen.“

Es wäre schön, wenn wir durch diese Aktion ein Band des Miteinanders knüpfen könnten und laden Sie herzlich ein, sich daran zu beteiligen!

Für das Pastoralteam der Pfarrei Mariä Himmelfahrt Otterberg
Petra Benz, Gemeindereferentin


Ökumenisches Gebet in Zeiten der Krise


Treuer und barmherziger Gott!
Du gibst Zuversicht, wenn sich in uns Unsicherheit breitmacht.
Du bist uns nahe, wenn wir auf Distanz zueinander gehen müssen.
Du hältst uns in deiner Hand, wenn wir den Halt zu verlieren drohen.
Zu dir kommen wir mit unseren Sorgen und Ängsten,
aber auch mit unserer Hoffnung auf deine Hilfe.
Zu dir kommen wir im Wissen darum, dass wir nicht alleine zu dir beten,
sondern getragen sind von der großen Gemeinschaft aller,
die dir und deinem Wirken vertrauen.
 
Wir bitten dich:
für alle Menschen, die sich mit dem Corona-Virus angesteckt haben
und erkrankt sind;
für alle Angehörigen, die in tiefer Sorge sind und nach Halt suchen;
für alle Verstorbenen und für die, die um sie trauern;
für alle, die Angst um ihren Arbeitsplatz haben
und um ihre Existenz fürchten;
für alle, die sich überfordert fühlen.
Sei ihnen allen nahe und schenke ihnen Heilung, Trost und Zuversicht,
den Verstorbenen aber schenke das Leben in deiner Fülle.
 
Wir bitten dich:
für alle Ärztinnen und Ärzte, für alle Pflegenden in den Kliniken, Seniorenheimen und Hospizen;
für alle, die Verantwortung tragen in Staat, Gesellschaft und Wirtschaft;
für alle, die uns Tag und Nacht mit dem versorgen,
was wir zum Leben brauchen;
für alle, die ehrenamtlich Familien sowie alten und gesundheitlich beeinträchtigten Menschen helfen;
für alle Seelsorgerinnen und Seelsorger,
die den Menschen Gottes Frohe Botschaft zusagen.
Sei auch ihnen nahe und schenke ihnen Kraft, Mut und Zuversicht.
 
Auch bitten wir dich für uns selbst:
Lass uns trotz aller Sorge um das eigene Wohlergehen
den Blick für die anderen nicht verlieren
und ihnen nach Kräften beistehen.
Stärke in uns die Bereitschaft, Einschränkungen in Kauf zu nehmen,
und lass uns so das Unsere dazu beitragen,
dass andere Menschen nicht gefährdet werden.
Erhalte in uns die Hoffnung auf dich, unseren Herrn und Gott,
der uns tröstet wie eine liebende Mutter
und der sich aller Kranken und Not Leidenden annimmt.
 
Dir vertrauen wir uns an.
Dich loben und preisen wir,
heute und alle Tage unseres Lebens bis in Ewigkeit.
Amen.


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© by Peter Weidemann, In: Pfarrbriefservice.de