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Christi Himmelfahrt

Erstellt von Pfarrer Harald Fleck | |   Impulse

Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor?

 

 

Dieser Jesus, der von euch fort in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen. (Apg 1,11)

Zum zweiten Mal verlässt Jesus nun die Jünger. Nach dem ersten Mal, an Karfreitag, nach seinem Sterben am Kreuz, da waren sie niedergeschlagen und verstreuten sich. Jeder ging seinen eigenen Weg. Ich gehe fischen, so heißt es in einem der Evangelien nach Ostern. Ich geh auch mit. Alles, was Jesus seinen Jüngern zuvor gesagt hatte, alles, was er ihnen vorgelebt hatte, hatten sie vergessen. Aus, vorbei, die großen Pläne und Hoffnungen, alles dahin. Ihr Jesus war nun nicht mehr da. Er war tot, am Kreuz gestorben, ins Grab gelegt.

Ich glaube manchem von uns ging es in diesem Jahr auch so; mancher konnte in diesem Jahr sehr mit den Jüngern mitfühlen. Oder? Erging es uns nicht ähnlich? Keine Zusammenkünfte mehr, keine Andachten, keine Messen, nichts. Fern, weg von Jesus.

Und dann? Wie freuten sich die Jünger, als Jesu zunächst einzelnen von ihnen erschienen ist. Die Andern konnten es zunächst gar nicht glauben. Denken Sie nur an den Apostel Thomas, wenn ich nicht die Male der Nägel …, wenn ich nicht meine Finger, meine Hand, … dann glaube ich nicht. Und dann begegnet er Jesus: Mein Herr und mein Gott, bekennt er ganz feierlich.
Jetzt dürfen wir auch wieder Gottesdienste feiern, Andachten, Messen, dürfen Jesus wieder in der hl. Kommunion begegnen. Auch da, manch einer noch zweifelnd, soll ich wieder in die hl. Messe gehen? Wollen wir es wagen, uns wieder zum gemeinsamen Gebet zu treffen? Noch ist es nicht in jeder Kirche möglich; zögernd kommen die Ersten. Gott sei Dank! Gott sei gedankt!

Die Jünger nach Ostern, sind nicht mehr die gleichen wie vor Ostern oder selbst noch an Ostern. Und als Jesus ihnen jetzt verkündet, dass er zum Vater heimgeht, dass sie keine Angst zu brauchen haben, dass er sie nicht alleinlässt, sondern ihnen einen Beistand sendet, den heiligen Geist, da können sie sich jetzt darauf einlassen. Sie vertiefen ihr Gebet und beten intensiv um die Gabe des Heiligen Geistes, 9 Tage lang. Wir kennen dieses 9-tägige Beten ebenfalls, die Novene, vor Pfingsten als Pfingstnovene.

Denn ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samárien und bis an die Grenzen der Erde.

Jesus ermutigt sie: Mir ist alle Vollmacht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt.

Beten auch wir in diesem Jahr die Pfingstnovene, in den Anliegen der Kirche und in unseren eigenen Anliegen. In den Nöten unserer Zeit. Dass alle erfüllt werden von den Gaben des heiligen Geistes:
Der Gabe des http://kathpedia.com/index.php?title=Verstand&action=edit&redlink=1Verstandes, der Weisheit und des Rates. Von der Gabe der Stärke, der Wissenschaft und der Frömmigkeit. Und der Gabe der Gottesfurcht.
Komm, Heiliger Geist, erfülle die Herzen deiner Gläubigen und entzünde in ihnen das Feuer deiner Liebe.
Sende aus deinen Geist, und alles wird neu geschaffen. Und du wirst das Angesicht der Erde erneuern.
Gott, du hast die Herzen deiner Gläubigen durch die Erleuchtung des Heiligen Geistes gelehrt. Gib, dass wir in diesem Geist erkennen, was recht ist, und allzeit seinen Trost und seine Hilfe erfahren. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Bis zum nächsten Donnerstag.
Verbunden im Gebet.

Ihr Pfarrer Harald Fleck

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