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Die "Maskensprache"

Erstellt von Petra Benz, Gemeindereferentin | |   Impulse

Wie gut, dass wir mehr sind als nur unser Gesicht …

Mir ist letzte Woche etwas wirklich Skurriles passiert: Ich stand im Baumarkt meinem Vater gegenüber und habe ihn nicht erkannt! Klar, ich war nicht darauf eingestellt, ihn dort zu treffen, aber zum Nachdenken hat es mich schon gebracht, dass das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes mich ihn nicht erkennen lies. Zum Glück sind wir mehr als nur unser Gesicht, denn an seinem Körperbau, seinem Gang und schließlich seine Gestik konnte ich ihn schließlich problemlos identifizieren und spätestens als er dann mit mir redete, war es klar, dass er es war.
Seit es Pflicht ist, in verschiedenen Bereichen Masken zu tragen, fällt mir auf, wie viel doch von unserem Gesicht abhängt, ob wir lachen oder die Mundwinkel nach unten ziehen, ob wir skeptisch die Lippen kräuseln oder verschmitzt grinsen. Nun sind wir auf das Sprechen der Augen angewiesen und darauf, stärker auf die Körpersprache zu achten. Und in manchen Situationen müssen wir etwas aussprechen, was wir vorher durch eine eindeutige Gesichtsreaktion zu verstehen gegeben hätten.

Auf jeden Fall erfordert diese neue Situation von uns ein Umdenken und Umlernen, mehr Achtsamkeit und das Erlernen einer neuen Sprache – der „Maskensprache“.



Gebet um Achtsamkeit:

Gott, du bist da.
Ich bin da.
Hilf mir, im Trubel des Alltags nicht unter zu gehen,
lass mich die kleinen, unscheinbaren Dinge entdecken,
über die ich so oft schon hinweggesehen habe,
gib mir Geduld, wenn es mir nicht sofort gelingt, meine Ziele zu erreichen,
lass mich achtsam sein für alles, was es zu entdecken gibt
und erhalte mir die Neugierde und Offenheit für Neues.
Ich weiß, dass du mich mit allen Sinnen beschenkt hast,
hilf mir sie zu nutzen. Amen.

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