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Beerdigungen

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Foto: Sven-Erik Falk, pixelio.de

„Der Tod gehört zum Leben!“ wird landläufig gesagt, „Sterben muss jeder einmal!“ – christlich sollte es besser heißen: „Das Leben umfasst den Tod!“, er ist eine Pforte auf unserem Lebensweg. Als Christen brauchen wir den Tod nicht zu fürchten, sondern dürfen auf die Vollendung unseres irdischen Daseins in der Ewigkeit hoffen. Allerdings ist die Ankunft bei Gott kein Automatismus, sondern setzt voraus, dass der Mensch im Leben wie im Tod auf Gott vertraut, auf die Gnade baut, die Jesus Christus uns schenken möchte; dass der Mensch sich bis zuletzt müht, in der eigenen Lebensführung Gottes Liebe zu entsprechen; dass er sich mit seinen Ängsten und Defiziten Gottes Barmherzigkeit anvertraut. 

Die katholische Kirche hält als Vorbereitung des Schwerkranken die Sterbesakramente bereit (Beichte, Kommunion, Letzte Ölung), die rechtzeitig vor dem Tod empfangen werden sollten. Nach Eintritt des Todes sind die Sterbegebete zu sprechen, von einem Priester oder auch von Laien (im „Gotteslob“ zu finden).
Die Notrufnummer der Pfarrei lautet: 0151-14879624.

Zu einer katholischen Beerdigung gehört das Requiem (1. Sterbeamt) und die Beisetzung auf dem Friedhof. In der Heiligen Messe, die zumeist nach der Beisetzung stattfindet (oder an einem späteren Termin) wird für den Verstorbenen durch Priester & Gemeinde das Messopfer gefeiert, welches die Hingabe Jesu am Kreuz samt Auferstehung aktualisiert. Zwei weitere Sterbeämter sollten in den folgenden Wochen gehalten werden und sind mit dem Pfarramt zu terminieren.

Die klassische katholische Beerdigung ist eine Erdbestattung im Sarg – der Leichnam ist Symbol der Auferstehungshoffnung der Christen im verklärten Leibe am Jüngsten Tag. Urnenbeisetzungen sind möglich, wenn mit der Feuerbestattung nicht ausgedrückt werden soll, dass kein Glaube an die Auferstehung vorhanden ist. Wünschenswert wäre, dass bei einer Feuerbestattung die Trauerfeier mit Sarg vor der Kremation stattfindet. 

Ein Erdgrab stellt eine schöne Erinnerungsstätte dar; falls eine regelmäßige Pflege von den Angehörigen nicht gewährleistet werden kann, lässt sich diese durch eine Grabgestaltung mit Bodendecker minimieren bzw. ganz an Gärtnereien übertragen. Die Friedhöfe sind Ruheorte, für die Verstorbenen ebenso wie für die trauernden Angehörigen!

Vorsorglich sollte man im Gespräch mit seinen direkten Angehörigen sowie in einer Verfügung, die direkt nach dem Tod geöffnet werden darf (nicht im Testament), festlegen, wie die eigene Beerdigung aussehen soll. Im Todesfall ist es wichtig, das Pfarramt direkt zu kontaktieren, zusätzlich zur Information, die das Pfarramt vom Bestatter erhält.

Für die Angehörigen ist ein Todesfall eine traurige Trennung von einem geliebten Menschen. Die Trauerfeier auf dem Friedhof soll helfen, Abschied zu nehmen, Trost zu finden, den Verstorbenen in Gottes Hand zu geben. Im Sterbeamt betet die Gemeinde zusammen für den Verstorbenen und erweist sich als religiöse Solidargemeinschaft über den Tod hinaus. Dies kann zusätzlich durch einen gemeinsamen Sterberosenkranz am Vorabend der Beisetzung in der örtlichen Kirche geschehen.

Sterben und Tod sind wichtige Momente des irdischen Daseins – wir sollten das dazugehörige Brauchtum samt der katholischen Rituale pflegen, da dies unsere Hoffnung stärkt und unseren Glauben bezeugt, dass wir für die Ewigkeit geschaffen sind und dass Gott sein Versprechen halten wird, über den Tod hinaus!
Pfarrer Achim Dittrich