Zum Inhalt springen

Unbefleckte Empfängnis St. Maria

Neupriester Moritz Fuchs feiert Nachprimiz in Erfenbach

Erstellt von Georg Brehm | |   Erfenbach

Am Sonntag, dem 25. Juni, feierte der eine Woche zuvor in Speyer geweihte Neupriester Moritz Fuchs seine Nachprimiz.

Weiterlesen

Zum ersten Mal Dienst am Altar

Erstellt von Georg Brehm | |   Top 3

Diese frischgebackenen Minis wollen zukünftig Dienst am Altar verrichten.

Weiterlesen
Kirche_Erfenbach4.jpg

Am heutigen Standort des katholischen Gotteshauses befand sich in den Jahren 1863 bis 1927 eine kleine Kapelle. Das von einem Erfenbacher Ehepaar auf eigenem Grund und Boden errichtete Bethaus ging dann als Schenkung in den Besitz der Katholiken über. Damals gehörten Erfenbach, Siegelbach und Stockborn zur Pfarrei Otterbach.

Das eucharistische Angebot war dürftig. Es beschränkte sich auf einen wöchentlichen Schulgottesdienst. Lediglich einmal im Jahr, am Kirchweihsonntag, fand eine Sonntagsmesse statt; ab 1909 auch ein Gottesdienst am Sonntag nach „Mariä Empfängnis“.

Bereits ein im Jahr 1894 gegründeter Kirchbauverein sollte den Bau einer eigenen Kirche vorantreiben. Der Erste Weltkrieg jedoch machte das Vorhaben zunichte. Die Geldentwertung 1923 verschlang die bereits ersparten Mittel. Dass in der Osterwoche 1926 die Kapelle wegen Baufälligkeit polizeilich geschlossen wurde, spornte die Erfenbacher aufs Neue an.Sie legten den Grundstock für eine neue Kapitalansammlung.

Man verkaufte in der ganzen Pfalz Bausteine. Ein Plan wurde erstellt von Architekt Georg Leidemer aus Kusel, die Bauleitung hatte Architekt Paul Klostermann aus Kaiserslautern. Am 18. April 1927, dem Ostermontag, wurde durch Dekan Wilhelm Hafen, Stadtpfarrer von St. Martin, der Grundstein gelegt. Nach nur fünf Monaten Bauzeit, am 27.November 1927, konnte die Kirche durch Bischof Ludwig Sebastian eingeweiht werden.

Das Inventar aus der kleinen Kapelle musste fürs Erste genügen. Nach und nach wurde dann die Inneneinrichtung erneuert und komplettiert. Die Pfarrstelle in Otterbach hatte Pfarrer Johannes Kröber inne. Ihm zur Seite gestellt wurde Kaplan Alfons Rutz, der dann die Gottesdienste in Erfenbach übernahm. So wurden hier im Jahre 1935 zum ersten Mal die Feste Weißer Sonntag und Fronleichnam gefeiert.

Man war zufrieden bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Die Kaplanstelle wurde aufgehoben, die Glocken wurden abgehängt und für Kriegszwecke eingeschmolzen. Doch das Schlimmste sollte noch folgen.

Am 28.September 1944, bei einem Bombenangriff auf Kaiserslautern, wurde auch die Kirche in Erfenbach getroffen und brannte bis auf die Grundmauern nieder. Das daneben befindliche, 1936 erbaute erste Pfarrheim, wurde glücklicherweise nicht beschädigt und diente bis auf weiteres als Gottesdienstort.

Erneut trat der Kirchenbauverein in Aktion und wieder einmal musste man eine Geldentwertung hinnehmen. Mit Unterstützung des bischöflichen Ordinariats und der Spinnerei Lampertsmühle, die die Sandsteine ihrer vom Krieg zerstörten Fabrikgebäude zur Verfügung stellte, konnte das Gotteshaus ein weiteres Mal errichtet werden.

Am 19. November 1950 weihte Bischof Josef Wendel die wieder aufgebaute Kirche der „Unbefleckten Empfängnis Mariä“. Im Jahre 1959 wurde Erfenbach eigenständige Pfarrei, urkundlich beglaubigt durch Bischof Isidor Markus.

Erster Pfarrer war Bernhard Kern von März 1959 bis April 1968. Ihm folgten Pfr. Laurent Keulen 1968,
Pfr. Gerhard Fischer 1973 bis 1996, Pfr. Michael Jung 1996 bis 1999, Pfr. Ewald Sonntag 1999 bis 2011.