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Schallodenbacher Organist geht in Ruhestand

Erstellt von Ludwig Müller | |   Top 3

Ein Leben mit der "MUSICA SACRA" ist ein segenreiches Ereignis

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St. Laurentius

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Im Jahre 1683 errichteten die sickingischen Landesherren die katholische Pfarrei in Schallodenbach. Von 1694 bis 1717 lag die Verwaltung der Pfarrei samt Seelsorge in der Gemeinde in den Händen der Franziskaner von Kaierslautern. Im Jahre 1718 wurde eine eigene Pfarrkirche erbaut, die Bischof Johann Baptist Geck aus Worms am 10. August weihte. Das Siegel der Pfarrei Schallodenbach aus dem Jahre 1777 zeigt als Patron den Heiligen Laurentius der als Märtyrer der valerianschen Verfolgung 258 den Tod fand. Nachdem die Kirche über hundert Jahre in Gebrauch war, wies sie erhebliche Mängel und Schäden auf. 1826 ließ Jacob Hardy, der Präfekt des Ortes, die Kirche renovieren. Im Jahre 1876 wurde sie schließlich abgerissen. 

Einen Neubau hatte man bereits im Jahre 1863 beschlossen und dafür Kultusumlagen erhoben. Die Verwirklichung des Vorhabens zog sich noch einige Jahre hin. Die Gottesdienste fanden werktags im Pfarrhaus statt, an Sonn- und Feiertagen besuchten die Gläubigen dir Kirche im Nachbarort Schneckenhausen. 
Sieben Jahre drängte der damalige Pfarrer Johannes Becker auf einen Neubau, am alten Standort. Um dies zu verwirklichen musste man noch einiges Gelände hinzukaufen. Der Fabrikrat vergab am 26. Oktober 1880 die Arbeiten nach Plänen von Architekt Franz Schöberl in Speyer, im Frühjahr 1881 wurden die eigentlichen aufgenommen.
Das Kirchengebäude ist geprägt von einer Besonderheit:
„Der gesamte Komplex steht wegen des hohen Grundwasserspiegels auf Pfählen.“ Das führte auch zu erhöhten Baukosten. Bis zum Beginn des Winters war der Rohbau fertig, 1882 wurde mit dem Innenausbau begonnen.
Die heutige Pfarrkirche, ein neugotischer Bau mit vorgebautem Spitzturm und Freitreppe, wurde am 21.Mai 1883 von Bischof Joseph Georg von Ehrler geweiht.
Nennenswert ist eine Monstranz des Spätrokoko. Es handelt sich um eine versilberte und vergoldete Kupferarbeit mit getriebenen Muschelwerk, Blumen und Ranken, über der ovalen Schauöffnung ein Relief von Gottvater. Die Seitenwände des Kirchenschiffs sind durch Felder und vier Fensterachsen gegliedert. Das Gebäude hat einen fünfseitigen Chorabschluss. Im Innern wurde neben einer Kreuzigungsgruppe an der linken Seitenwand auch wieder ein Kreuzweg aus dem 19. Jahrhundert angebracht. Das Geläut umfasst drei Glocken mit dem Namen „Heilig Kreuz“ (660 kg), St. Maria (440 kg) und St. Barbara (260 kg).
Nach einem Dachstuhlbrand im Jahr 1959 war eine gründliche Renovierung geboten, zumal sich das Innere in einem schlechten Zustand befand und die Bausubstanz gesichert werden musste. Die Pläne wurden in Zusammenarbeit mit dem bischöflichen Bauamt von Bauingenieur Norbert Welle aus Schallodenbach erstellt. Die liturgische Gestaltung lag in den Händen von Herrn Pfarrer Eugen Barudio. Am 26. Juni 1962 konsekrierte Bischof Dr. Isidor Markus Emanuel aus Speyer die Kirche samt neuem Altar.
Im Jahre 1990 wurde der Treppenaufgang neu gestaltet und die Seitenumrahmung des Hauptportals ausgebessert. Im Jahre 2003 fand eine erneute Renovierung statt. Der Innenraum wurde wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurück versetzt, das heißt die Seitenaltäre wurden wieder geöffnet. Außerdem wurden die Innenwände der Kirche neu gestrichen.
So präsentiert sich heute unsere Kirche und ist eine Zierde und Wahrzeichen unserer Gemeinde. In unmittelbarer Nähe unserer Kirche befindet sich eine Kriegergedächtniskapelle. Hierin befinden sich zwei Grabsteine des Ehepaares Johann Gottfried, Urenkel von Franz von Sickingen, und dessen Ehefrau Anna Magdalena von Obentraut. Auf beiden Grabsteinen sind die Familienwappen, da Obertrautsche mit den drei Lilien und das Sickingische mit den fünf Ballen zu sehen. Recht und links des Einganges zur Kapelle sind Gedenktafeln der in den beiden Weltkriegen gefallenen Männer aus Schallodenbach angebracht. In der Kapelle werden gelegentlich Gottesdienste abgehalten.

Neben der Kapelle befindet sich unser „Dekan Seitz Haus“, mit Kindergarten und Pfarrheim.

Ein aktiver katholischer Frauenverein trägt mit zum kulturellen Leben in unserer Gemeinde.

Kirchliche Gremien der Gemeinde sind:

  • Gemeindeausschuss: Andreas Günther (Vorsitzender), Magdalena Walter, Harald Pfaff, Jutta Welle, Ruth Reed, Sabrina Reed
  • Pfarreirat: Matthias Michel
  • Verwaltungsrat: Jürgen Lacmann
  • Katholischer Frauenverein: Regina Biehl
  • Ansprechpartner für die Miete des Pfarrheim: Claudia Janovsky