„Buen camino“ hieß es auch in diesem Jahr wieder für eine ökumenisch zusammengesetzte Gruppe aus insgesamt 15 Personen unterschiedlichen Alters (der jüngste noch nicht einmal ein Jahr alt!), die sich nach Christi Himmelfahrt auf die nächste Etappe der „Klosterroute Worms-Metz“ des Jakobsweges machte. Nach vorangegangenen Pilgerwanderungen von Worms über Otterberg und Weilerbach nach Blieskastel führte der Weg diesmal an drei Tagen von der Gnadenkapelle in Blieskastel aus bis zur imposanten Stiftskirche Saint-Étienne im lothringischen Oberhomburg (Hombourg-Haut). Einzelne Pilgerinnern und Pilger sind seit Worms durchgängig dabei, andere stießen neu zur Gruppe hinzu, die sich unter der Führung und geistlichen Leitung von Gemeinschaftspastorin Ramona Schmiederer (C1 Evangelischer Gemeindebund Rodenbach) und Pfarrer Christoph Hartmüller (katholische Pfarrei Mariä Himmelfahrt Otterberg) erneut die Wanderschuhe anzog.
Gemächliche Wege am Gollenstein vorbei durch den Bliesgau und über die sehenswerte „Schinkelkirche“ in Bischmisheim führten uns nach St. Arnual mit der evangelischen Stiftskirche. Nach Überschreiten der französischen Grenze am Spicherer Berg wurde die Landschaft wesentlich hügliger und bewaldeter und forderte uns einiges ab. Die von Deutschen und Franzosen nach dem Zweiten Weltkrieg errichtete „Versöhnungskapelle“ in Spicheren bot uns Zuflucht vor einem heftigen Unwetter mit Starkregen und Hagel. Über Forbach, den Hügel Hérapel mit interessanter und bewegter Geschichte und einige weitere Hügel und Dörfer erreichten wir erschöpft, aber von Dankbarkeit erfüllt Oberhomburg.
Auch wenn diesmal einzelne leider aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig abbrechen mussten, ist die Vorfreude auf die nächste Etappe bei allen Pilgerinnern und Pilgern groß. So heißt es auch weiterhin: „Ultreya!“ – „Vorwärts!“