Liebe Mitchristinnen und Mitchristen unserer Pfarrei!
Seit bereits 11 Jahren arbeite ich als Gemeindereferentin in der Pfarrei Otterberg und in dieser Zeit hat sich viel verändert: Aus der vormaligen Pfarreiengemeinschaft wurde die Pfarrei Mariä Himmelfahrt Otterberg, Kollegen und Kolleginnen kamen und gingen, die Gremien wurden mehrfach neu gewählt, verdiente Ehrenamtliche sind aus ihrem Dienst ausgeschieden oder verstorben, neue Ideen der Pastoral wurden entwickelt und manche wieder verworfen, so manch einer oder eine hat Verantwortung für einzelne ehrenamtliche Aufgaben übernommen, verschiedene Veranstaltungen wurden geplant, Feste und Gottesdienste wurden gefeiert, die Pandemie brachte nochmals ganz andere Herausforderungen und Ideen …
Kein Kirchenjahr glich dem andren!
Das ist es, was mir Freude an meinem Beruf macht: Die Abwechslung der Arbeit! Selbst wenn einzelne Arbeitsschwerpunkte wie die Erstkommunionvorbereitung oder die Feier von Kindergottesdiensten, Beerdigungen und Wortgottesfeiern geblieben sind, so macht die Begegnung und die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Menschen jede Aktion, jede Feier, jede Handlung einzigartig und besonders.
Und gleichzeitig bin ich immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, zum 1. Juni dieses Jahres die Stelle als Referentin für Katechese auf Diözesanebene anzunehmen.
Schon seit dem Jahr 2014 arbeite ich als Gemeinde- und Organisationsberaterin Teilzeit mit unterschiedlichen Gruppen, Gremien und Einrichtungen der Diözese Speyer. Nun werde ich die vielfältigen Erfahrungen, die ich in den unterschiedlichen Bereichen meiner beruflichen Tätigkeit gesammelt habe, hoffentlich praxisnah und an den Bedürfnissen der Menschen orientiert, für den Bereich Katechese in unterschiedlichen Pfarreien einbringen können. Meine Aufgabe wird zukünftig darin bestehen, ehrenamtlich wie hauptamtlich Mitarbeitende zu schulen, bei der Ausarbeitung neuer Konzepte der Sakramentenvorbereitung von Taufe, Firmung und Erstkommunion zu unterstützen, Menschen zu begleiten, die wieder in die Kirche eintreten wollen oder sich als Erwachsene taufen lassen wollen und die Weitergabe des Glaubens an interessierte Erwachsene zu fördern. Großen Respekt habe ich vor der Aufgabe, mit Menschen zu sprechen, die ihre Unzufriedenheit über die Kirche äußern oder eine konkrete Beschwerde vorbringen.
Mit diesem Stellenwechsel ist auch mein Umzug in die Vorderpfalz verbunden, was mir nach dann mehr als 26 Jahren Leben und Arbeiten im Raum Kaiserslautern nicht einfach fallen wird. Und gleichzeitig freue ich mich, wieder nahe bei meiner Familie wohnen zu können und meine Eltern besser unterstützen zu können.
Ich bin dankbar für die vielfältigen Begegnungen mit den Menschen hier, dafür, dass wir Vieles gemeinsam diskutieren, bewegen und verändern konnten. Ich bin dankbar für die vielfache Unterstützung und wertschätzende Zusammenarbeit und dass ich so manchen und manche in Freude und Leid ein Stück begleiten durfte.
Dankbar bin ich auch meinen Kolleginnen und Kollegen im Pastoral- und Sekretariatsteam. Ich habe die Zusammenarbeit immer als Unterstützung erfahren und den Austausch geschätzt.
Sicherlich habe ich in der langen Zeit auch nicht immer den richtigen Ton getroffen oder jemandem auf die Füße getreten, das gehört für mich dazu, wenn Menschen miteinander Leben und Glauben gestalten und erwächst aus meiner Leidenschaft für das, was ich tue. Danke, dass ich mich nicht verstellen musste und mit meinen Ecken und Kanten so sein konnte, wie ich bin.
In den kommenden Sommermonaten werde ich noch einige Aufgaben zum Abschluss bringen. Meine Ämter bei der Kolpingfamilie Erfenbach und im Ruandakreis werde ich auch zukünftig ehrenamtlich weiterführen.
Meine Verabschiedung findet im Rahmen des Gottesdienstes zum Patrozinium am 16. August um 10:30 Uhr in Otterbach statt. Mit mir zusammen wird auch Claudia Krause, stellv. Leiterin der Kita Otterbach, in den Ruhestand verabschiedet. Wir würden uns beide freuen, wenn möglichst viele kommen und laden jetzt schon auch zum gemeinsamen Beisammensein bei Getränken und Imbiss im Anschluss an den Gottesdienst ein.
Ihnen allen wünsche ich für die Zukunft von ganzem Herzen alles Gute.
Möge Gott seine schützende Hand auch weiterhin über uns halten und uns alle mit seinem Segen begleiten!
Ihre Gemeindereferentin Petra Benz