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Klostergarten Otterberg

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Herzlich willkommen in unserem Garten, der an den Klostergarten der ehemaligen Zisterzienser-Abtei „Otterburg“ ( 1143—1561 ) erinnern möchte. Über vier Jahrhunderte muss in unmittelbarer Nähe der Klostergebäude ein solcher Garten existiert haben.  Er wurde von den Mönchen bzw. den Konversen bearbeitet, neben der Forstwirtschaft, der umfangreichen Fischzucht und der Bestellung der Felder im Umland. Heute sind in Otterberg vom Kloster nur noch die Abteikirche und der Kapitelsaal erhalten.

Bedeutung und Entwicklung der Klostergärten

Gärten haben eine lange Tradition und gehörten seit dem frühen Mittelalter zur Grundausstattung der Klöster. Hintergrund war der Anspruch auf Selbstversorgung und Unabhängigkeit. Die Gärten lieferten der Klosterküche Gemüse, Obst und Würzkräuter. Zur Versorgung der Kranken wuchsen Heilkräuter und für die kirchlichen Feste mit Weihen und Prozessionen gab es Schmuckkräuter und Ziersträucher sowie Blumen.

Öffnungszeiten: Mai bis September
Es gelten die derzeit allgemeinen Auflagen und Hygieneverordnungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie!

  • 16. Mai           6./20. Juni           4./18. Juli           1./15. August           5./19. September   
    (jeweils von 14:00 bis 17:00 Uhr)
  • Eigenständiger Besuch während der Öffnungszeiten des kath. Pfarrbüros Otterberg (06301-71832-0)
  • Bei Dauerregen oder Hitze über 30 Grad bleibt der Garten geschlossen
  • Geöffnet an besonderen Sonntagen (auch mit Führung möglich), Termine im Pfarrbüro zu erfragen
  • Das Betreten des Gartens erfolgt auf eigenes Risiko (Die Wege sind sehr uneben!)
  • Wir bedanken uns für eine Spende zur Erhaltung des Klostergarten

In der Entwicklung der Pflanzen- und Heilmittelkunde zu wissenschaftlichen Zwecken spielten die Klostergärten eine wichtige Rolle. Somit nahmen die Klöster mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen einen großen Einfluss auf den Anbau von Pflanzen, auf deren Verbreitung in der Kulturlandschaft und deren Verwendung in Ernährung, Medizin, Kultus und Alltag.
Herausragend sind dabei die Werke der Benediktinerin Hildegard von Bingen. Mit ihrem Wirken und ihren Schriften beeinflusste sie maßgeblich bis heute die alternative Heilmedizin und die anhaltende Attraktivität der Klostergärten.
Gärten waren und bleiben immer dynamische Organismen, die sich ständig verändern und die sich den Ansprüchen, Bedürfnissen oder Vorstellungen der jeweiligen Zeit anpassen.

Zur Geschichte der Zisterziensergärten
Da besonders die Zisterzienser unabhängig von der Außenwelt existieren wollten, waren ihre Gärten zweifellos in erster Linie Nutzgärten. Sie dienten als Hauptnahrungsquelle einer asketischen Gemeinschaft, die weitestgehend auf Fleisch verzichtete und sich nur von dem ernähren  wollte, was der Boden hergab. Dennoch weiß man sehr wenig über ihre Klostergärten bzw. ihre gärtnerische Praxis. Kaum ein Fachtext zum mittelalterlichen Gartenbau stammt aus der Hand von Zisterziensermönchen oder wurde für den Orden  angefertigt. Deshalb beruft man sich auf die besser untersuchten und dokumentierten Anlagen der Benediktiner. Als Reformorden befolgten die Zisterziensermönche ohne Abstriche die Regel des heiligen Benedikt „ora et labora“. Ihr Alltag war also von religiöser Kontemplation und harter körperlicher Arbeit geprägt.

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Benediktinische Gartenpläne unterschieden in ihren Anlagen zwischen Gemüsegarten, Heilkräutergarten, Kräutergarten und Obstgarten. Man kann davon ausgehen, dass die Zisterzienser diese Aufteilung von den  Benediktinern übernommen  und den eigenen  Bedürfnissen angepasst  haben. Wie ihre überaus große Erfolgsgeschichte zeigt, entwickelten sie dabei effektive Techniken für die Urbarmachung und ertragreiche Bewirtschaftung des Landes.  Zugleich leisteten sie einen wesentlichen Beitrag zur Gartenkultur in Europa.

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Der Klostergarten in Otterberg
Im Südosten der Abteikirche liegt der Pfarrgarten. 2018 begann man, ein etwa 300qm großes Areal zu einem Klostergarten umzugestalten.
Zum Erstellen eines Konzepts, d. h. Einteilung und Auswahl der Pflanzen, dienten die wenigen schriftlichen und bildlichen Quellen, insbesondere von Benediktinerklöstern, aber auch alte Speisepläne der Zisterzienser.
Beim Anlegen des Gartens wurde der vorgegebene Zuschnitt des Grundstücks so genutzt, dass der typische benediktinische Gartenplan mit einer Vielzahl von Nutzpflanzen, Heil-, Würz- und Wildkräutern in Kleinstformat  dargestellt werden konnte. Bereits vorhandene Pflanzen oder Bereiche wurden so integriert, dass zusätzlich ein Beet mit Pflanzennamen christlichen Ursprungs oder christlicher Symbolik, Rabatten mit  Rosen, Blumen und Sträuchern sowie ein marianisches Beet neben der Teichzone geschaffen werden konnten. Kleine Ruheplätze laden zum Verweilen ein und Wanderer, die hier Rast einlegen wollen, sind nach Voranmeldung herzlich willkommen.
Der ökologisch wertvolle Garten ist als Segensort im Bistum Speyer eingetragen.  
Er ist ein Ort der Stille, des Gesprächs, der Begegnung und der Gemeinschaft.
Ein Ort des achtsamen Umgangs mit Gottes Schöpfung.

Gerne können Sie sich hier den aktuellen Flyer downloaden!

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